ElJoel

Kommunikation ist wahrscheinlich

Nintendo Switch und Zelda: Breathtaking Open World

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Irgendwann Ende März lief ich so durch den Elektromarkt des hiesigen Konsumtempels und bin über genau zwei verpackte Exemplare der Nintendo Switch gestolpert. Die erste Reaktion war ein kurzes Aussetzen der Atmungsaktivität, dann habe ich mich nervös umgeschaut und auf eines der Pakete gestürzt. Hintergrund war, dass Nintendo den Nachschub nicht sichergestellt hatte und die Konsole nirgends zu kriegen war.

Ein freundlicher Mitarbeiter versicherte mir dann mehrfach, dass mit dem Gerät alles in Ordnung sei und ich es auch mitnehmen dürfe. Ich lächelte, er lächelte und drückte mir noch Zelda – Breath of the Wild in die Hand.

Und wie ist die Konsole so?

Wir haben jetzt September und meine einzige Rezension zur Konsole lautet: Ich bereue nichts! Ich benutze das Gerät nur in der Station und habe bislang Zelda und Mario Kart gespielt. Für letzteres mussten dann noch zwei Pro-Controller her, die zwar keine Pflicht sind, aber großartig funktionieren.

Und Zelda – Breath of the Wild??

Am vergangenen Wochenende, also etwa fünf Monate nach Spielstart, haben wir Hyrule bis zum nächsten Abenteuer gerettet. Dafür haben wir uns ganze 85 Spielstunden Zeit gelassen. Das ist beachtlich, da ich normalerweise Spiele dieser Größenordnung auch einfach mal vorzeitig beende und mir Open World Titel generell irgendwann zu viel werden. Entweder ist die Welt zu leer und uninteressant, oder sie ist alle Meter lang vollgestopft mit dummen kleinen Nebenaufgaben.

Nicht so Zelda: Hier hat es einfach Spaß gemacht, die Gegend zu erkunden. Manchmal bin ich auf einen Berg rauf, nur weil die Felsformation schon von weitem interessant gewirkt hat. Oder bin kilometerweit gelaufen, weil die Landschaft faszinierend aussah. Zugegeben, ohne die Beharrlichkeit und Akribie von Kesro hätte ich mich dem Endgegner vermutlich nach etwa Stunde 60 gestellt und bedeutend weniger erkundet – aber selbst das wäre eine Leistung, die man der Spielqualität zuschreiben könnte. Neben der Erkundung von Hyrule waren es auch die ganzen Möglichkeiten, in Kämpfen und bei Rätseln verschiedene Strategien zu nutzen, die meine Motivation so lange aufrecht gehalten haben. Ein Beispiel: Ein Camp voll mit schlafenden Gegnern – da könnte man einfach reinplatzen und alle umhauen. Klappt ganz gut. Unterhaltsamer ist es aber, die beim Schlaf abgelegten Waffen mit Luftballons zu versehen, hochsteigen zu lassen und sich die Panik bei den Gegnern ein wenig anzuschauen, bevor man ihnen ein Ende setzt. Überhaupt, selten waren Gegner unterhaltsamer.

Und wie geht es jetzt weiter???

Nachdem nun Ganon besiegt wurde (im ersten Versuch, was ich wieder der akribischen Vorarbeit von Kesro zuschreibe), ist es ein wenig wie das Ende einer Reise, von der ich wünschte, dass sie noch nicht vorbei ist. Zwar kann man weiterspielen, um noch mehr zu entdecken, aber eine Pause tut der Sache erstmal nicht schlecht. Eine Rückkehr ist Hyrule sicher immer wert.

2 Kommentare

  1. Ich finde, „reinplatzen und alle umhauen“ ist immer noch die effektivste Methode! :D

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