ElJoel

Kommunikation ist wahrscheinlich

Havanna – Lonely Planet

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Seit geraumer Zeit ist der Lonely Planet fester Bestandteil unserer Reiseplanung. Sind wir eigentlich immer gut mit gefahren. Auch auf Kuba ist’s jetzt nicht so, als hätte er uns wirklich hängen lassen. Das Problem ist vielleicht Kuba selbst. Oder aber der Druck, aus jedem Reiseziel das Ultimative schreiben zu müssen, anstatt auch mal ein wenig mehr Realismus zuzulassen.

Zwei Beispiele:

Der Malecón in Havana: Eine (wirklich lange) Promenade aus Betonblöcken, entlang der Küste. Manchmal ist das ausgegrenzte Meer etwas unruhiger und möchte in hohen Spritzern über das Betongeländer schwappen. Und gegen Abend ist das Licht bestimmt auch schön. Das Interessante ist aber eigentlich, dass man ein so hässlich gestaltetes Stück Promenade so sehr glorifizieren kann.

Das zweite Beispiel steht in Cienfuegos – La Ciudad que menos me gusta a mi (jedenfalls von all den Orten, die wir besucht haben): Vielleicht verachte ich ja hier den historischen Kontext. Jedenfalls steht in Cienfuegos ein Triumphbogen – der einzige auf ganz Kuba. Bilder kommen später, wir sind zeitlich noch in Havana. Aber dabei handelt es sich um ein kleines, nicht allzu schönes, neoklassizistisches Mäuerchen mit Bogen. Ich elender Ignorant. Mein Problem ist aber auch hier wieder nur das Bild, welches mir der Reiseführer vermittelt hat.

Bei Gesprächen mit anderen Reisenden wurde der Eindruck geteilt, dass der Lonely Planet hier großschreibt was eigentlich nicht allzu groß ist. Das ist mein Ergebnis einer internationalen Umfrage, die bis tief in das Empfinden Londoner Touristen ging.

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