ElJoel

Kommunikation ist wahrscheinlich

Best Kept Secret 2013

| 1 Kommentar

Ich brauche gerade mal ein wenig was zum Wachwerden. Und was eignet sich da besser, als Musik und ein kleiner Blogbeitrag zum letzten Wochenende? Kesro hat ja schon vorgelegt, also los…. Eeeh, one, eh two, eh one, two, three, four! (für Spotify-Nutzer mit passendem Soundtrack)

Letzten Freitag haben wir nachmittags das Kesro-Mobil Richtung Tilburg gelenkt. Die genaue Destination war Beekse Bergen, der Grund das Best Kept Secret Festival.
Aufregend war’s, denn es sollte mein erstes großes Festival werden. Bisher kannte ich nur das tolle Haldern Pop und das kurze Open Source Festival in der Nachbarstadt. Größeres hatte ich bislang immer aufgrund hygienischer Horror-Vorstellungen gemieden – ja, ich bin da ein wenig pingelig in manchen Bereichen.

Die Fahrtzeit lag bei etwas über einer angenehmen Stunde. Bei der Ankunft wurden mir dann einige Unterschiede zum gemütlichen Haldern Pop bewusst. Zum einen steht das Auto recht weit vom Campingplatz entfernt, weshalb wir zunächst eine ziemliche Schlepperei zu bewältigen hatten. Zum anderen wartete am Eingang eine doch recht große Menschengruppe auf den Einlass. Rein kamen wir recht schnell, nur leider ohne Bier, denn das wurde vor meinen Augen zerstört – kein Glas auf dem Campingplatz. Ok, dass das auf dem Festivalplatz nicht gehen würde, damit hatte ich gerechnet, aber in Haldern zeltet man nunmal neben seinem Auto und mit dem Bierbehältnis seiner Wahl. Und dann muss der ganze Kram auch noch vernichtet werden!? Na ja, das fand ich schon arg doof, zumal ich den ganzen Kram zuvor noch mühsam bis zur Vernichtungstonne getragen habe.

Einen Zeltplatz haben wir dann nach etwas Lauferei – der Campingplatz hat monströse Dimensionen – eigentlich recht flott gefunden. Der Aufbau dauert sowieso nur eine Minute: Zelt auf den Boden werfen, Zelt baut sich auf, Zelt drehen wir gewünscht, vier Heringe rein, fertig.130622_bestkeptsecret2013-59
Ich würde nie wieder was anderes nehmen als so ein Quechua-Zelt oder zumindest eines in der Machart.

Viel Zeit haben wir dann nicht mehr vertrödelt und auf das weitläufige Festivalgelände mit seinen vier Bühnen. 130621_bestkeptsecret2013-3

Von den Maccabees haben wir zwar nur die letzten fünf Minuten mitbekommen, aber die hörten sich schonmal nicht schlecht an und machten Lust auf mehr.
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Die anschließende Pause haben wir genutzt um uns mit Munten zu versorgen und die ersten in frisches belgisches Jupiler einzutauschen.
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Dann kamen Bloc Party.
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Das erste Album Silent Alarm fand ich noch gut, dann ging es stetig nach unten. Von dem Auftritt hatte ich mir allerdings schon ein wenig was versprochen. Allerdings wirkte die ganze Band zu Beginn eher gelangweilt. Es wirkte, als hätte der Kaugummi-kauende Sänger darauf gewartet, dass das faule Festival-Pack sich mal ein wenig Mühe gibt. Wer verdient da eigentlich die Kohle, um wen zu bespaßen… Gegen Ende taute die Stimmung dann auf. Trotzdem, ich mach se nich mehr!

Wie es richtig geht, haben dann aber die Arctic Monkeys gezeigt.
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Sofort voll präsent und mit Vollgas in die Menge. Das hat sogar von weiter hinten richtig viel Spaß gemacht! Rückblickend das Bühnen-Highlight des Wochenendes.

Ein kurzer Ausflug zum Erleben einer Band: Die neueren Sachen der Arctic Monkeys waren mir immer eine Nummer zu lahm und haben nie so recht zum ersten – absolut grandiosen – Album gepasst. Einmal live sehen und plötzlich passt alles, ist alles klar! Tolle Show! :)

Die Nächte auf so einem Festival sind ja bekanntlich kurz und laut.
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Ich fasse unsere Übernachtungen mal so zusammen: Wenn es hell wird, gehen viele laute und betrunkene Leute ins Zelt schlafen. Ein paar Minuten später dann stehen andere laute und betrunkene Menschen wieder auf.
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Wir liegen irgendwo dazwischen, mit zu wenig Schlaf.

Der nächste Tag hat dann mit einem leckeren Cholesterin-Frühstück und einem anschließenden Ausflug nach Tilburg begonnen.
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Schönes Städtchen!

Wieder zurück, gab es erstmal diesen leckeren Bio-Burger.
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Das Essen war insgesamt spitze, leider aber auch sehr teuer: Pommes? Vier Euro! o.O
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Dann starteten auch schon Balthazar.
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Die kannte ich vor dem Festival nicht und nach dem Festival kaufe ich mir das Album. Sinking Ship ist für mich einer DER Titel 2013.

Mit einem kleinen Mittagsschläfchen haben wir dann Two Door Cinema Club verpennt.
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Als wir wieder auf dem Platz waren, liefen die letzten beiden Stücke und die Leute tanzten im Regen. Das war der Moment des Festivals. So schön! Da habe ich nichtmal ein Foto von, das hat uns einfach nur mitgerissen. Ach, eines von danach gibt es aber.
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Ein einsamer aber überzeugender Damien Rice spielte uns zum Abschluss noch ein schönes Abendkonzert.
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Bezaubernd!

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Hier noch die einzelnen Festival-Tage in drei kleinen Videos zusammengefasst. Toller Service, danke! :)
(P.s.: Es handelt sich um YouTube-Playlisten. Daher sollte es eigentlich reichen, das erste Video zu starten um alle drei Tage zu sehen.)

Tag 1:

Tag 2:

Tag 3:

Und wo ich mir gerade die Videos anschaue… Ich will wieder zurück! :)

Ein Kommentar

  1. Hach,
    einen Effekt junger Eltern ist wohl die Abkehr von ihren prenatal gefrönten Zeittotschlags-, und Lebensatmungsbeschäftigungen.
    Ich höre definitiv zu wenig Musik…..
    sieht toll aus

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