ElJoel

Kommunikation ist wahrscheinlich

Thailand 2013 – Tag 1

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Freitag Nacht sind wir wieder in Düsseldorf gelandet. Hinter uns lagen drei Wochen Thailand. Momentan fühlt sich zu Hause alles noch ein wenig unwirklich an. Und dann ist auch noch Karneval: Menschengroße Hasen, Indianer und Sonstiges treiben sich auf der Straße rum. Da kann man schonmal an der Realität zweifeln. Also halte ich mich noch ein wenig an dem fest, was da hinter mir liegt. Allerdings liegt auch einiges vor mir und so muss ich wohl irgendwann loslassen. Ich habe mich für eine schrittweise Abnabelung entschieden. Und so werde ich diesen kleinen Reisebericht strecken, auf das er mir noch lange schöne Erinnerungen bringt. (Außerdem kann ich nur so die selbst verursachte Bilderflut bewältigen… 1000 Fotos, alle mit meiner Fuji Finepix X100 geschossen, alle in Lightroom geschoben und noch lange nicht alle aussortiert, editiert und bis jetzt noch keines veröffentlicht.) In den nächsten Tagen (und vielleicht Wochen) wird dieser Blog also vermutlich recht monothematisch und zu einem kleinen Reiseblog werden. Ich hoffe meine Leser haben halbwegs soviel Spaß daran wie ich. Heute beginne ich mal mit dem Anreisetag. Ob’s in Zukunft bei Tagesberichten bleibt weiß ich noch nicht, mir erscheint die Einteilung momentan aber recht sinnvoll.

Als wir uns auf den Weg zum Flughafen gemacht haben, fühlte sich nichts nach einer großen Reise an. Dabei war alleine die anstehende Flugzeit von circa 12 Stunden ein ganz gutes Indiz dafür, dass es weit weg gehen würde. Drei Wochen Thailand – diese Aussicht alleine sollte genügen um aufzuwühlen. Aber irgendwie… Erst als wir in Istanbul umgestiegen sind kam bei mir so langsam das Gefühl auf, dass wir da gleich was gaaaanz Großes angehen würden. Endlich! Dieses Gefühl alleine ist schon so unbeschreiblich toll! Gleich stehen wir in Bangkok! Nun ja… erstmal sitzen wir zehn Stunden im Flugzeug und eine weitere Erkenntnis holt mich ein: Ich kann im Flugzeug nicht schlafen. Ist mir schon letztes Jahr bei der kurzen Brasilientour böse aufgefallen. Immerhin gibt es in den großen Flugzeugen ja mittlerweile eine recht großen Programmauswahl und für jeden Passagier einen eigenen kleinen Bildschirm. Also habe ich mir erstmal Prometheus angeschaut. Kurzkritik? Auf dem Rückflug von Sao Paulo war ich zu fertig, um den Film überhaupt vernünftig gucken zu können. Diesmal war er ok, aber nicht gut. Besser als Iron Man war er in jedem Fall. Ich habe übrigens die Angewohnheit, im Flugzeug nur Schrott zu gucken. Muss ja auch mal sein. ;)

In Bangkok angekommen war unsere erste Station die Wechselstube und die zweite die Haltestelle des Airport Link. Gefahren sind wir damit bis zur Phaya Thai (End-)Station und haben uns anschließend ein Taxi genommen. Normalerweise sollte man darauf pochen, dass der Fahrer das Taximeter anwirft und einen nicht für einen überhöhten Pauschalpreis ans Ziel bringt. Aber die Müdigkeit, die Hitze… wir waren zu fertig, um genug Geduld mitzubringen. Und so ging es dann für 200 Baht (ca. 5,40€) zur Khao San Road und zu Fuß ein paar Meter weiter zum Hotel.130119_thailand-47

Begrüßt wurden wir an der Rezeption unter anderem von einem Gast, der uns erstmal aufklären wollte, wie schrecklich doch der Laden sei. Entweder hat sich die gute Frau verlaufen oder hat deutlich höhere Ansprüche gehabt als wir – es gibt natürlich aber auch die Leute, die einfach immer meckern. Unser Zimmer war jedenfalls vollkommen in Ordnung. Außerdem war es ein Zimmer – mit Bett, Dusche und Toilette. Und das Wichtigste: Wir hatten den Schlüssel. 130119_thailand-7

Das Toiletten-Thema sollte uns allerdings auch noch ein wenig beschäftigen. Denn in Thailand sollte man es in jedem Fall vermeiden, Toilettenpapier ins Klo zu werfen, da die Rohre zu leicht verstopfen. Dafür gibt es überall einen Schlauch mit einer drucksensitiven Brause dran. Das Papier wird nur zum Trockenwischen genutzt. Ich erspare mir einfach mal die nähere Beschreibung der Prozedur.

Frisch geduscht ging’s dann abends erstmals wirklich auf die Straße: Khao San Road – Treffpunkt aller Touris und ein Spektakel für sich. Schön ist’s nicht, erlebt haben sollte man den Tumult aber in jedem Fall.130119_thailand-13

Ein wenig unsicher und erschlagen von den ganzen Eindrücken sind wir dann über besagte Straße geschlendert und auch an unser erstes Thaifood geraten: Pad Thai – die perfekte Annäherung an Thailands Garküchen.130119_thailand-19

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Lecker und günstig! Mögliche Bakterien haben wir noch mit einem eigenwilligen (aber leckeren) Mojito bekämpft. Das war dann aber auch genug Khao San Road für den ersten Abend.130119_thailand-25

Also sind wir zurück zum Hotel geschlendert (wobei wir so oft angehalten haben, um irgendwas anzuschauen, dass der Rückweg durchaus als ausgeprägt bezeichnet werden kann) und rauf auf die Rooftop Bar. Leckere Cocktails, freier Blick auf die Sterne, dazu Live-Musik und fröhliche, teils singende Gäste.130119_thailand-41

Ein sehr schöner Tagesabschluss und ein fantastischer Urlaubseinstieg.130119_thailand-37

So und mit dem Einstieg für diese kleine Serie soll es jetzt auch mal gut sein. Ob ich die anderen Tage ähnlich ausführlich beschreibe, oder mehr die Bilder sprechen lasse, bleibt abzuwarten und entscheidet vermutlich die Zeit. Fragen zu jedem Beitrag beantworte ich gerne – nur bei der Toilettenbrause überlasse ich den Leser seiner reinen Vorstellungskraft. ;)

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